Heilfasten

Die 6 wichtigsten Fragen zum Heilfasten

 

  1. Warum eigentlich fasten?

 

Fasten ist super gesund! Es  reinigt Körper und Seele, schenkt neue Kraft und Freude, es entschlackt und befreit von belastenden Giftstoffen, stärkt das Immunsystem und entlastet Darm, Leber und  Nieren. Außerdem kann man ein paar überflüssige Pfunde loswerden, um etwas leichter ins neue Jahr zu starten. Die Gewichtsabnahme sollte hier jedoch nicht das eigentliche Ziel sein. Fasten ist eine Selbsterfahrung, die im besten Fall auch zu einem dauerhaft verbesserten Umgang mit dem eigenen Körper führt. Wer aber nach dem Fasten so weiter isst wie vorher, könnte sogar negativ von einer Art Jojo-Effekt  überrascht werden. Fasten hat einen positiven Effekt auf die Psyche und wurde seit je her für die Suche nach Erkenntnissen genutzt. Dies liegt an der hohen Serotoninausschüttung im Gehirn, die sich nach wenigen Tagen einstellt. Darum stellt das Fasten auch eine spirituelle Erfahrung dar. Alles in allem führt das Fasten seelisch und körperlich zu einer kleinen Wiedergeburt- passend zum Frühjahr!

 

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  1. Wer darf fasten?

 

Jeder gesunde Mensch darf ohne Bedenken 5-10 Tage fasten.

Bei chronischen Erkrankungen, insbesondere bei Medikamenteneinnahme, Diabetes, Herzerkrankungen usw. ist das Fasten nur unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen, wobei es sehr positive Effekte auf Erkrankungen wie Rheuma, Hypertonie, Diabetes Typ2 und auch Migräne haben kann.

Gar nicht fasten dürfen: Kinder, Schwangere, Stillende, Krebspatienten, Patienten mit Leber-, Nieren-, Schilddrüsen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Menschen mit Essstörungen oder chronischen Depressionen, die Psychopharmaka einnehmen.

 

 

  1. Wie faste ich richtig?

 

Es gibt unterschiedliche Heilfastenkuren mit teils strengeren, teils weniger strengen Regeln, einige von ihnen sollten auch nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Am geeignetsten für die einfache Durchführung zuhause halte ich zum Beispiel die klassische Heilfastenkur nach Buchinger bzw. Heilfasten nach Hildegard von Bingen, die sich in ihren Grundzügen relativ ähnlich sind (wobei Hildegard noch spezielle Rezepte zu Fastensuppe und Fastentee hat). Generell gilt, dass es immer wichtig ist auf den eigenen Körper zu hören und das zu tun, was gut tut. Solange beim Fasten bestimmte Prinzipien berücksichtigt werden, wird es seine positive Wirkung zeigen.

Wichtige und unumgängliche Punkte sind:

a) Vorbereitung: Bevor die eigentliche Fastenkur beginnt, sollten min. zwei Entlastungstage eingelegt werden, in denen auf Schonkost umgestellt wird. Heißt: Es wird auf eiweiß- und fettreiche Kost sowie auf Genussmittel wie Zigaretten und Kaffee verzichtet. Erlaubt sind Obst und Gemüse sowie z.B Reis, also den Verdauungstrakt schonende Lebensmittel.

 

b) Die Fastenkur: Zu Beginn der Fastenkur ist eine  gründliche Darmentleerung wichtig, welche mit der Hilfe von z.B. Glaubersalz bzw. bei Hildegard durch die Fastenkekse unterstützt werden bzw. durch Einläufe ergänzt werden kann. Hierbei sollten jedoch keine chemischen Abführmittel verwendet werden.

Während der Fastenkur wird möglichst auf komplett flüssige Nahrung umgestiegen. Heißt: Obst- und Gemüsesäfte oder Brühe und diverse Tees  sind erlaubt und wichtig, denn Blutzucker und Mineralstoffhaushalt sollten so gut wie möglich aufrecht erhalten werden. Sonst kann es zu Kreislaufproblemen bis hin zu Herzrythmusstörungen kommen. Eine Flüssigskeitszufuhr von mindestens 2-3 Litern täglich ist auf jeden Fall einzuhalten, wobei 500 Kalorien nicht überschritten werden sollten, um den Körper auf dem Fasten-Stoffwechsel zu halten. Ansonsten wird natürlich viel Wasser getrunken. Ruhe, Bewegung und besonders viel frische Luft gehören ebenfalls dazu und sind auch wichtig , um den Kreislauf aufrecht zu erhalten und die Entgiftung zu fördern.

c) Beim Kostaufbau nach ca.6 Tagen sollte möglichst schonend vorgegangen werden.

Den Fastenbruch begeht man am besten mit etwas Obst, darauf folgt zumindest ein Tag Schonkost, an dem leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Obst, Knäckebrot, gegarrtes Gemüse oder etwas Reis zu sich genommen werden. Danach kann man wieder normal essen. Diesem Moment kann man gut nutzen, um kurz inne zu halten und nicht direkt wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen. Der Fastenbruch ist ein Neubeginn, den Sie nutzen sollten um ganz bewusst  und genussvoll ein paar Dinge anders zu machen als vorher. Ihr Geruchs- und Geschmackssinn wird zu dieser Zeit besonders intensiv sein, in Ihrer Psyche hat sich etwas positiv verändert. Der perfekte Zeitpunkt, um die Lebensmittel und den Umgang mit Ihrem Körper neu zu entdecken!

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  1. Wie lange sollte ich fasten?

 

Es sollte inklusive Entlastungs- und Aufbautagen nicht länger als 7-10 Tage gefastet werden. Dieser Zeitraum (oder auch 5 Tage) ist absolut ausreichend, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Es gilt wieder einmal: Hören sie auf Ihren eigenen Körper und auf Ihr Gefühl! Zwar gehört eine gewisse Disziplin und auch das Überschreiten eigener Grenzen  zur Selbsterfahrung beim Fasten, jedoch muss das Ganze auf keinen Fall in Quälerei ausarten. Also wer früher abbricht als geplant sollte sich nicht ärgern, sondern stolz auf das bisher Erreichte bleiben, um sich eine positive Erinnerung zu bewahren.

 

 

  1. Wie leistungsfähig bin ich während der Fastenzeit?

 

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Menschen berichten dass sie sehr müde sind und sich schlecht konzentrieren können. Deshalb ist Bewegung und frische Luft sehr wichtig. Andere berichten geradezu von geistigen Höhenflügen und besonderen Erkenntnissen in dieser Zeit. Jeder ist anders und muss selbst entscheiden wie viel er sich beim Fasten zumuten möchte. In stressreichen Zeiten, in denen viel geleistet werden muss, ist das Fasten eher weniger sinnvoll.

 

 

  1. Gibt es Nebenwirkungen?

 

Ja, es kann in den ersten Tagen zu leichten Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Gerade bei niedrigem Blutdruck sollte man einfach etwas langsamer aufstehen usw.  Besonders Frauen sind manchmal irritiert, dass die Haut zunächst schlaffer wird. Denn beim Fasten kommt es zu einem Druckabfall in den Zellen. Doch keine Sorge! Sobald wieder normal gegessen wird, wird die Haut schöner und straffer als zuvor! Viele Leute schwitzen stärker als sonst und der Mundgeruch kann unangenehm werden. Doch dies sind nur Zeichen der Entgiftung. Ebenfalls nicht ungewöhnlich sind: Blähungen, Schlafstörungen, leichte Sehstörungen, Hautunreinheiten( auch ein Zeichen der Entgiftung) und Verschiebungen des Zyklus bei Frauen (also Achtung bei natürlichen Verhütungsmethoden;))

 

 

 

 

Mittsommertag und Johannistag

 

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Johanni ist der Tag, an dem die Christen der Geburt Johannis des Täufers am 24. Juni gedenken. Die Nacht an dem das Johannisfeuer gezündet wird, die Johannisnacht ist die vom 23. Auf den 24. Juni.

Früher wurde die Sommersonnenwende gefeiert und das Sonnenwendfeuer gezündet. Das genaue Datum für die Sommersonnenwende ist am 21 Juni, es ist der längste Tag des Jahres und die Tage werden immer kürzer. Dieses Fest wurde seit Menschengedenken gefeiert, sogar schon in der Steinzeit. Jedoch wurde dieser heidnischer Brauch von der Kirche verdrängt.

Der Tanz um das Mitsommerfeuer sollte Dämonen und Geister abwehren. Es hieß, es verscheuche böse Kräfte, lasse Kinder stark und gerade wachsen, beschützt das Vieh und vor Hagel.

Es wurden dabei auch Opfergaben, z.B. Strohpuppen ins Feuer geworfen. Beim Johannisfest gibt es oft ein drehendes Rad im Feuer.

 

GÖTTINNEN DES FESTES

Die Göttinnen, die zur Sommersonnenwende geehrt werden, sind immer die großen Muttergöttinnen. Göttinnen, die Fülle und Überfluss bringen.

Ein Beispiel für die Sommergöttin ist die germanische Göttin Frigg. Frigg ist in der altnordischen Mythologie die Himmelsgöttin und Gattin des Hochgottes Odin. Beide stehen an der Spitze der Gottheiten. Frigg gilt als Beschützerin der ehelichen Liebe und der Hausfrauen. Sie ist eine ruhige und wissende Göttin. Sie sieht Schicksale der Menschen voraus, spricht aber nicht darüber. Sie ist warmherzig, liebend und fürsorglich.

Frigg ist auch sehr freiheitsliebend und zauberkundig. Sie ist die Göttin der ehelichen Treue, der Schwüre und Geburtshelferin.

 

DAS ELEMENT FEUER

Das Fest der Sommersonnenwende steht im Jahreskreis im Süden, dem das Element Feuer zugeordnet ist, weshalb wir uns beim Feiern auch gerne mit der Feuerthematik und der Feuerkraft auseinandersetzen. Feuer steht allgemein für hohe Energie, Hitze und Transformation. Feuer kann gefährlich und zerstörerisch sein und ist dennoch lebensnotwendig.

Mythologie

Man glaubt an Feuergeister, die Salamander, Alben oder Feuerdevas heißen. Sie sind die Wesen des Feuers und aller Wärmeprozesse. Zu diesen sollen nicht nur der Feuersalamander, sondern alle Amphibien zählen, dazu auch Echsen, Schlangen und Drachen oder Lindwürmer.

Feuergeister soll man sehen können, wenn man in ein offenes Feuer sieht.

Feuergeister bringen uns Ausstrahlung, Energie, Leidenschaft, Begeisterung und Inspiration, sie können aber auch sehr gefährlich und mächtig werden. Sie stehen für Transformation, Veränderung, Umwandlung, Lebens- und Schöpferkraft, Selbstvertrauen und Mut

 

BRÄUCHE ZUM FEST

Die Sommersonnwende wurde bei den Kelten meist 12 Tage lang ganz ausgiebig gefeiert. Es war ein Dankesfest für die herrliche Sommerzeit, mit all ihrer Fülle und dem Überfluss. Es war die sorgloseste Zeit des Jahres, da die Menschen wirklich ausreichend zu essen besaßen. Man bedenke, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln in früheren Zeiten sehr stark von den Jahreszeiten abhängig war und im späten Winter viele Menschen verhungert sind, weil nicht mehr ausreichend Nahrung vorhanden war. Somit war das Mittsommerfest ein Fest der Freude und des Dankes. Und auch das Mittsommerfeuer war ein Dankes- und Freudenfeuer.

Die Frauen brauten ein starkes Bier, dem viele wichtige Johanniskräuter zugesetzt wurden, die eine besondere berauschende und aphrodisierende Wirkung hatten.

Es wurde rund um das Feuer getanzt, am besten Paarweise. Die Frauen trugen Kränze aus Gundelreben am Kopf und Gürtel aus Beifuss um die Hüften. Im Laufe des Abends wurden die Tänze immer ekstatischer, manchmal wurde sogar nackt getanzt. Die Nacktheit galt als rituelle Nacktheit, ein heiliger Zustand, der die Verbindung zum Ursprünglichen darstellen sollte.

Die jungen Pärchen schworen sich Liebesschwüre und sprangen übers Feuer. Natürlich war bei diesem Fest wieder viel Raum für Erotik, Lust und Leidenschaft.

Am Ende des Abends wurden die Kräuter ins Feuer geworfen und man hoffte, dass damit alle Krankheiten und alles Unheil des vergangenen Jahres verschwunden seien. Die Druiden warfen manchmal auch Bärlapp-Sporenstaub ins Feuer, das auch als Blitzpulver oder Hexenmehl bekannt war. Es verursachte immer besonders aufregende Licht- und Explosionseffekte.

Man sagt, dass zur Zeit der Sonnenwende der Vorhang zwischen den Welten besonders durchlässig sei. Es ist eine Zeit in der die Götter herab steigen auf die Erde, die Toten unterwegs sein, aber auch die Elfen auf der Erde herumziehen. Feen und Elfen soll man bei ihren Umzügen beobachten können, wenn man sich unter einen Holunderbusch legt. Man muss aber sehr aufpassen, denn gerne spielen sie einem übel mit.

Früher hat man auch Haus und Hof mit Girlanden aus Efeu, Johanniskraut, Schafgabe, Wegerich und Margaritten gegen Unheil, Geister oder Unholde aus den anderen Welten geschützt.

 

SPIRALTÄNZE

Der passende Tanz zur Sommersonnenwende ist der Spiraltanz. Die Spirale zählt zu den ältesten Symbolen der Menschheit. Sie ist Symbol der Veränderung. Vieles in der Natur ist spiralförmig strukturiert.

Bei diesen Tänzen bewegen man sich spiralförmig zum Mittelpunkt und wieder heraus. Die Spirale kann aus Steinen gelegt werden, mit Mehl gezeichnet werden oder der Tanzleiter nimmt seine Mittänzer bei der Hand und führt sie im Tanz bis zur Mitte. In der Mitte erfolgt für jeden Tänzer ein kurzes Innehalten, dann ein bewusstes Umdrehen und wieder hinaustanzen aus der Spirale.