Lossow

Die Opferstätte befindet sich im Vorort von Frankfurt an der Oder, bei Lossow. Auf der E30 an der Ausfahrt Frankfurt/Oder abfahren. Dann auf der 112 Richtung Eisenhüttenstadt bis Lossow fahren 1500 m östl. von Lossow, neben der Eisenbahnlinie Frankfurt-Guben, direkt am westlichen Oderufer befindet sich das Ziel. Die Opferschächte sind zugeschüttet, die alten Wälle der „Schwedenschanze an der Steilen Wand“ sind aber zum Teil noch gut zu sehen. Es wurden in bis zu 7,5 m tiefen Schächten Überreste von Menschen- und Tieropfern gefunden. 60 Opferschächte insgesamt wurden in der „Schwedenschanze“ am Fluss schon entdeckt. Der Kultplatz stammt aus der früheren Eisenzeit und fand durch Steilhänge und unregelmäßigen viereckigen Abschnittswälle Schutz. Vor ca 2700 Jahren wurden die Menschen- und Tieropfer mit Schmuck und Keramik in die Schächte versenkt. Es ist nachgewiesen, dass Menschen- und Tieropfer (Rinder, Pferde, ein Hirsch, ein Schaf, ein Hund) zerstückelt in die Tiefe geworfen wurden. Aufgrund der Beigaben wird vermutet, dass es sich hier um Huldigung weiblicher Göttinnen handelt, um diese günstig zu stimmen.

Da in Lossow Schlafmohn nachgewiesen wurde, ist anzunehmen, dass die Zerstückelung von Menschen und Tieren nach ihrer Tötung,  aber vor der „Versenkung“ auf rauschhafte Erregungszustände unter Einfluss von Drogen, stattgefunden hat.