Steintanz in Boitin

Fahren Sie von Schwerin auf der 104 Richtung Güstrow. Danach weiter nach Tarnow und an der Kirche links Richtung Boitin abbiegen. Hinter dem Ortsausgang, an der Gabelung, ist rechts ein Hinweisschild. Von dort aus etwa 2 km durch den liegen rechts die Steinreise.

Eine Sage erzählt, hier wurde eine Hochzeitsgesellschaft versteinert. Dies ereignete sich dadurch, dass die ganze Gesellschaft die Warnung eines Mannes nicht so ausgiebig zu feiern nicht ernst nahm und daraufhin mit einem Donnerschlag  versteinert wurde.

Es wird hier ein Schauplatz kultischer Tänze vermutet. Auf einem Hinweisschild am “Mecklenburger Steintanz” ist zu lesen: “Der Platz diente vor 3000 Jahren den Germanen als Kultstätte.”

4 Steinkreise, die je aus 9 freistehenden stelenartigen Findlingen bestehen. Die Steine sind bis zu 190 cm hoch und ihre glatte Fläche weist stets zur Kreismitte. Der größte Stein – die “Brautlade” – hat 13 Vertiefungen, die als Hinweis auf einen urgeschichtlichen Kalenderstein gedeutet werden.

Schon seit 1765 wird der Steintanz von der Bevölkerung als Opfer- Kult- und Gerichtsstätte bezeichnet. 1928 erst entstand die Hypothese, dass die Steinkreise eine astronomische Bedeutung gehabt haben. Der Doppelstein in Kreis 3 gilt als Visier, von dem Ortungslinien ausgehen.

Der Steintanz wird auch gerne von Archäoastronomen mit Stonehenge verglichen.