Heilige Quelle von Suederbrarup

Auf der A7 Hamburg-Flensburg die Ausfahrt Schleswig/Schuby benutzen. Danach die B201 bis Süderbrarup folgen, kurz vor Ortsende Süderbrarup rechts befindet sich ein Schild mit Hinweis auf das liegende Opfermoor. Die Quelle, die 700 m östlich des Thorsberger Moores liegt, wird heut noch “heilige Quelle” genannt. Es wird erzählt, dass der Markt Anfang August – zu Jacobi – auf die Wallfahrten der heidnischen Pilger von weit her zurückgeht. Brandstellen und Scherben in der Umgebung der Quelle stammen aus der zeit vor der Christianisierung.

Das Wasser ist als schwach radioaktiv erkannt worden, was in einer gewissen Dosis heilend wirkt. Das Wasser ist phasenweise versiegt – es sind in der Quelleinfassung aber immer Münzen zu finden, die in neuerer Zeit niedergelegt wurden.

Am Ortsrand von Süderbrarup sprudelt die so genannte Heilige Quelle. Der Quelle wurden bereits vor mehr als 2000 Jahren besondere Kräfte zugeschrieben und sie zog Menschen aus ganz Schleswig-Holstein an. Der bereits 1593 erwähnte, alljährlich am 25. Juli stattfindende Brarupmarkt hat seinen Ursprung in jährlichen Zusammenkünften an der Heiligen Quelle. In früheren Zeiten galt der Brarupmarkt auch als der zentrale Hochzeits- und größte Viehmarkt in der Region. Noch heute gilt er als der größte ländliche Jahrmarkt Schleswig-Holsteins.

Die Heilige Quelle von Süderbrarup zeichnete sich durch radiumhaltiges Wasser aus. Das chemische Element Radium war für die damaligen Menschen weder durch seine Farbe, noch durch einen besonderen Geschmack erkennbar. Radium wurde erst 1898 durch Marie Curie entdeckt und war zuvor völlig unbekannt. Es drängt sich die Frage auf: wie konnten die Menschen der Bronze- oder Eisenzeit die Besonderheit dieses Wassers erkennen und von den anderen, nicht radiumhaltigen Quellen in der Umgebung unterscheiden. In einer gewissen Dosis wirkt es heilend

Mooropferplatz Wees/Flensburg

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Zunächst  auf der A7 die Ausfahrt Flensburg auf die B200 abfahren, dann auf die B199 Richtung Kappeln Danach die 2. Abfahrt nach Wees auf einen Feldweg einbiegen. Auf den rechten Feldweg nach 100 m verläuft eine Brücke über den Bach, dahinter sind die Opferstellen zu finden.

Mehrere Opferstellen wurden beim Torfstechen im Flachmoor gefunden. Die 20 terrinenartigen Gefäße dienten zur Aufnahme der Opfergaben. In Skandinavien wurden durch chemische Analysen vergleichbarer auf Kultplätzen gefundener Tongefäße tierische Fette nachgewiesen.

Die Moorgefäße standen in einer Umhegung von Flechtzäunen, auf denen zahlreiche Kulthörner deponiert waren. Zwischen Holzpackungen und kegelförmigen Erdhügeln waren Feuerstellen angelegt. Über viele Generationen kamen am Weeser Opfermoor immer wieder die Menschen um ihre Götter zu verehren oder ihre Geister zu beschwören.

Steinzeitliche Graeber

Jungsteinzeitliche Grossgräber im Arnkiel Park

Der Arnkielpark ist eine archäologische Freilichtanlage in Munkwolstrup in Schleswig-Holstein. Er liegt etwa acht Kilometer südlich von Flensburg, nahe der B 76.

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Der Park ist benannt nach dem Apenrader Magister, Propst und Altertumsforscher Troels (Trogillus) Arnkiel (1638–1712). Er beschrieb 1690 auf seiner Ochsenweg-Wanderung einige der Anlagen ausführlich. Im Jahre 1702 erschienen sein Buch Die Cimbrische Heydenreligion.

Auf dem Gelände befinden sich ein Rundhügel und sechs Großsteingräber, darunter ein rekonstruiertes Hünenbett. Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr.

An der südlichen Dorfzufahrt waren lange Zeit mit Gras und Buschwerk bewachsene Hügel und wenige Randsteine erkennbar, die zu sechs, von ehemals sieben, schlecht erhaltenen Megalithanlagen gehören. Nahezu sämtliche Steine von diesen Denkmälern der Vorzeit wurden im 18. und 19. Jahrhundert entfernt. Sie wurden für den Straßenbau, ein Österreichdenkmal und schließlich beim Wiederaufbau des um 1788 durch Brände fast zerstörten Dorfes Munkwolstrup verwendet.

Elf Ursprungsteine blieben am großen Langhügel von Munkwolstrup erhalten. Die Umrahmung bestand ehemals aus 132 Findlingen (1,5 bis 2,5 t). Diese größte Anlage ist das ab 2003 rekonstruierte, 75 m lange Hünenbett mit zwei Kammern, das 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es ist nach dem Hünenbett von Waabs-Karlsminde, restauriert in der Gemeinde Waabs bei Eckernförde, das zweite wieder aufgebaute Monument dieser Art in Schleswig-Holstein.

 

Unter der Anlage auf einem Gitter von Pflugspuren gefundene Holzkohle war auf etwa 3600 v. Chr. datierbar. Das sind 100 Jahre vor der Entstehung der ersten Megalithanlagen im nördlichen Mitteleuropa. Bei den Pflugspuren handelt es sich um einen der ältesten Nachweise des vorzeitlichen Pflugackerbaus in Nordeuropa.

Beiderseits des Weges nach Kleinwolstrup liegen rund 25 Grabhügel. Einige der größeren sind im Gelände klar erkennbar. Südlich des Dorfes liegen zwei Hügel in einem Wall.

Schalensteine von Bunsoh

Die A23 zwischen Hamburg und Itzehoe folgen Dann auf die B204 bis Albersdorf. Danach rechts Richtung Bunsoh und 2km hinter Albersdorf entdeckt man das Hinweisschild “Naturdenkmal Schalenstein” zu dem überhöhten Rundhügel mit den Resten eines Steinkranzes.

In dem einzigartigen Schalenstein von Bunshoh sind neben zahlreichen Schälchen auch Hand- und Fußdarstellungen und ein Radkreuz eingemeisselt. Hände und Füße versinnbildlichen in vielen indogermanischen Religionen die Gegenwart der Gottheit.

Der Deckstein eines Megalithgrabes etwa aus der Zeit von 2500 bis 2200 v. Chr. verursacht eigenartiges Kribbeln, wenn man die Hände auf ihn legt. Die Energien des Steines sind deutlich zu spüren.

Das Steingrab von Bunsoh liegt nur wenige Kilometer vom Brutkampstein in Albersdorf entfernt und wurde erst vor etwa hundert Jahren aus seinem Hügel ausgegraben. Weil man den Dolmen nur vom oberen Hügelrand als Ganzes betrachten kann, wirkt er eher klein. Er ist 3,75 Meter lang, 1,55 m breit und seine Längsachse verläuft genau ost-westlich. Irgendwie tritt aber nur der westlichste Deckstein in den Vordergrund. Seine Oberfläche ist mit ca 300 Mulden, sogenannten Schalen, versehen, die offenkundig von Menschenhand stammen. Ausserdem findet man mehrere eingravierte Linien, ein Ringkreuz und stilisierte Abdrücke menschlicher Hände und Füsse.

Selten macht die Megalithbaukunst einen so menschlichen Eindruck wie in Bunsoh. Ein Vermessungsingenieur, der den Schalenstein untersucht hat, glaubt in der Anordnung der Schalen und Symbole die wichtigsten Elemente des Sternenhimmels zu entdecken. Das klingt sehr abenteuerlich, entbehrt aber nicht einer gewissen Logik.

Mit der Kenntnis, dass Megalithiker nicht nur dumme Bauern waren, sondern, im Gegenteil, eine Menge über den Lauf der Gestirne wussten und die Himmelsmechanik zur Einteilung ihres Bauernjahres nutzten, lässt sich diese Hypothese gut nachvollziehen.

Rote Maaß in Damp

1964 wurde unweit der Ostseeküste eine germanische Kultstätte entdeckt. Ein Steinkreis und mehrere nach den Himmelsrichtungen orientierte viereckige Steinsetzungen wurden freigelegt. Der Steinkreis von 10 m Durchmesser besteht aus 9 Findlingen, umgeben von einer Anzahl von Brandstellen. Genau im Zentrum des Kreises befindet sich ein Gefäß mit einem kopfgroßem Stein. Südl. an den Steinkreis grenzt eine große viereckige Steinsetzung. Weitere Vierecksetzungen mit steingefaßten Zuwegen, Schwellensteinen zum Verschließen dieser Eingänge, die in Brandschichten gefundenen Reste von verbrannten Holzbauten und eine Umgrenzung der dicht beeinander liegenden Kreis- und Vierecksetzungen deuten auf eine größere “unberkannte Kultzwecken dienende” heilige Stätte aus der Zeit des 2. bis 4. Jhdt. n. Chr.

Hechtmoor in Satrup

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Es ist gelungen einige der zu den Siedlungen der festländischen Angeln gehörigen heiligen Stätten zu finden. Die Opferstelle im Hechtmoor war ein solches Dorfheiligtum. Etwa 20 m von einer trockenen Landzunge entfernt fand sich in dem kleinen Kesselmoor eine “Plattform” aus behauenen, liegenden Hölzern, mit Heideplacken und Lehm befestigt, die von zugespitzten, senkrecht in den Boden gerammten Pfählen gestützt wurden. Tongefäße (Scherben), Haselnüsse, Flachs und verschiedene Holzgeräte wurden von hier aus in den Jahrhunderten vor Christi in das Moor versenkt. Opfergaben einer bäuerlichen Bevölkerung im Rahmen der Fruchtbarkeitsrituale.

Thorsmoor von Suederbrarup

Auf der A7 Hamburg-Flensburg die Ausfahrt Schleswig/Schuby benutzen. Danach die B201 bis Süderbrarup folgen, kurz vor Ortsende Süderbrarup rechts befindet sich ein Schild mit Hinweis auf das liegende Opfermoor und dem gegenüber der Straße liegende Grabhügel “Kummerhy” mit einem kleinen Steinkreis um einen Runenstein in der Mitte und einem 2m hohen “Wächterstein” mit mehr als 45 Schälchen.

Opferplatz am Thorsberger Moor war vor 2000 Jahren einer der größten und bedeutendsten der Landschaft Angeln. Das Zentralheiligtum von Angeln. Die Kultstätte war dem Gott Thor geweiht. Hier wurden über 500 Jahre wertvolle Opfergaben deponiert. Auch war hier eines der ältesten Runendenkmäler der germanischen Welt zu finden – versteckt angebracht – hinter Schild und Schwert.

Die hier ansässigen Angeln hatten ihre Opfergaben über einen Steg 10-20 m weit vom Ufer in das Gewässer eingebracht, wo sie ihre Gottheit vermuteten. Neben einigen Funden aus der Steinzeit und Bronzezeit wurde der Ort hauptsächlich ab dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung frequentiert und anschließend mehrere Jahrhunderte lang zu rituellen Opferhandlungen aufgesucht. Der Schwerpunkt der Opferungen lag im zweiten und dritten Jahrhundert. Auffallend ist die große Zahl der militärischer Gerätschaften (Waffen – darunter auch römische, Riemengarnituren, Pferdegeschirre) die in das heilige Gewässer eingebracht wurden. Man deutet die Gaben als Dankesopfer an die Gottheit für errungene Siege. Der zivile Fundkomplex bestand aus Schmuckstücken, einigen römischen Münzen, Bruchgoldstücken, den unterschiedlichsten Alltagsgegenständen, Textilien sowie besonders Holz- und Tongefäßen. Die Gefäße waren nicht um ihrer selbst willen der Gottheit dargebracht worden, sondern dienten als Behältnisse für feste und flüssige Speisen. Im Laufe der Jahrhunderte hatten sich die Opferbäuche hier deutlich gewandelt. In den beiden Jahrhunderten um Chr. Geburt hatte man sich die hier verehrte Gottheit offensichtlich friedlich, vermutlich weiblich und für Nahrung empfänglich vorgestellt. Diese nehmen im zweiten Jahrhundert ab und werden zunehmend durch martialisches Gepränge ersetzt. Während des dritten Jahrhunderts, als die Kämpfe zwischen Römern und Germanen im vollen Gange waren, bestanden die Opfergaben fast nur noch aus Waffen.

Opfergaben zw. 100 v.Chr. und 400 n.Chr. waren hier:

Tongefäße, Wagenteile, Hof- und Hausrat, später auch Waffen, Teile des Reitzeugs, Münzen, goldene Ringe und Zierscheiben mit dem Bild des germanischen Gottes Tyr, ein silbener Gesichtsmaskenhelm und Bügelkrone, edelste und wertvollste Teile von Tracht, Schmuck und Bewaffnung. Diese Weihegaben lagen im Mittelpunkt des Moorbeckens am dichtesten und nahmen zum Rand hin ab. Fast alle Gegenstände waren vor der Niederlegung absichtlich zerschlagen und verbogen, die Textilien zerschnitten worden, um sie dem profanen Gebrauch zu entziehen. Die jüngsten Funde reichen bis in die Zeit der Offasage und der beginnenden Abwanderung der Angeln nach England – wahrscheinlich in Süderbrarup beschlossen, ihrem politischen und kultischen Zentrum.