Schalensteine von Bunsoh

Die A23 zwischen Hamburg und Itzehoe folgen Dann auf die B204 bis Albersdorf. Danach rechts Richtung Bunsoh und 2km hinter Albersdorf entdeckt man das Hinweisschild “Naturdenkmal Schalenstein” zu dem überhöhten Rundhügel mit den Resten eines Steinkranzes.

In dem einzigartigen Schalenstein von Bunshoh sind neben zahlreichen Schälchen auch Hand- und Fußdarstellungen und ein Radkreuz eingemeisselt. Hände und Füße versinnbildlichen in vielen indogermanischen Religionen die Gegenwart der Gottheit.

Der Deckstein eines Megalithgrabes etwa aus der Zeit von 2500 bis 2200 v. Chr. verursacht eigenartiges Kribbeln, wenn man die Hände auf ihn legt. Die Energien des Steines sind deutlich zu spüren.

Das Steingrab von Bunsoh liegt nur wenige Kilometer vom Brutkampstein in Albersdorf entfernt und wurde erst vor etwa hundert Jahren aus seinem Hügel ausgegraben. Weil man den Dolmen nur vom oberen Hügelrand als Ganzes betrachten kann, wirkt er eher klein. Er ist 3,75 Meter lang, 1,55 m breit und seine Längsachse verläuft genau ost-westlich. Irgendwie tritt aber nur der westlichste Deckstein in den Vordergrund. Seine Oberfläche ist mit ca 300 Mulden, sogenannten Schalen, versehen, die offenkundig von Menschenhand stammen. Ausserdem findet man mehrere eingravierte Linien, ein Ringkreuz und stilisierte Abdrücke menschlicher Hände und Füsse.

Selten macht die Megalithbaukunst einen so menschlichen Eindruck wie in Bunsoh. Ein Vermessungsingenieur, der den Schalenstein untersucht hat, glaubt in der Anordnung der Schalen und Symbole die wichtigsten Elemente des Sternenhimmels zu entdecken. Das klingt sehr abenteuerlich, entbehrt aber nicht einer gewissen Logik.

Mit der Kenntnis, dass Megalithiker nicht nur dumme Bauern waren, sondern, im Gegenteil, eine Menge über den Lauf der Gestirne wussten und die Himmelsmechanik zur Einteilung ihres Bauernjahres nutzten, lässt sich diese Hypothese gut nachvollziehen.