Mooropferplatz Wees/Flensburg

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Zunächst  auf der A7 die Ausfahrt Flensburg auf die B200 abfahren, dann auf die B199 Richtung Kappeln Danach die 2. Abfahrt nach Wees auf einen Feldweg einbiegen. Auf den rechten Feldweg nach 100 m verläuft eine Brücke über den Bach, dahinter sind die Opferstellen zu finden.

Mehrere Opferstellen wurden beim Torfstechen im Flachmoor gefunden. Die 20 terrinenartigen Gefäße dienten zur Aufnahme der Opfergaben. In Skandinavien wurden durch chemische Analysen vergleichbarer auf Kultplätzen gefundener Tongefäße tierische Fette nachgewiesen.

Die Moorgefäße standen in einer Umhegung von Flechtzäunen, auf denen zahlreiche Kulthörner deponiert waren. Zwischen Holzpackungen und kegelförmigen Erdhügeln waren Feuerstellen angelegt. Über viele Generationen kamen am Weeser Opfermoor immer wieder die Menschen um ihre Götter zu verehren oder ihre Geister zu beschwören.

Steinzeitliche Graeber

Jungsteinzeitliche Grossgräber im Arnkiel Park

Der Arnkielpark ist eine archäologische Freilichtanlage in Munkwolstrup in Schleswig-Holstein. Er liegt etwa acht Kilometer südlich von Flensburg, nahe der B 76.

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Der Park ist benannt nach dem Apenrader Magister, Propst und Altertumsforscher Troels (Trogillus) Arnkiel (1638–1712). Er beschrieb 1690 auf seiner Ochsenweg-Wanderung einige der Anlagen ausführlich. Im Jahre 1702 erschienen sein Buch Die Cimbrische Heydenreligion.

Auf dem Gelände befinden sich ein Rundhügel und sechs Großsteingräber, darunter ein rekonstruiertes Hünenbett. Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr.

An der südlichen Dorfzufahrt waren lange Zeit mit Gras und Buschwerk bewachsene Hügel und wenige Randsteine erkennbar, die zu sechs, von ehemals sieben, schlecht erhaltenen Megalithanlagen gehören. Nahezu sämtliche Steine von diesen Denkmälern der Vorzeit wurden im 18. und 19. Jahrhundert entfernt. Sie wurden für den Straßenbau, ein Österreichdenkmal und schließlich beim Wiederaufbau des um 1788 durch Brände fast zerstörten Dorfes Munkwolstrup verwendet.

Elf Ursprungsteine blieben am großen Langhügel von Munkwolstrup erhalten. Die Umrahmung bestand ehemals aus 132 Findlingen (1,5 bis 2,5 t). Diese größte Anlage ist das ab 2003 rekonstruierte, 75 m lange Hünenbett mit zwei Kammern, das 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es ist nach dem Hünenbett von Waabs-Karlsminde, restauriert in der Gemeinde Waabs bei Eckernförde, das zweite wieder aufgebaute Monument dieser Art in Schleswig-Holstein.

 

Unter der Anlage auf einem Gitter von Pflugspuren gefundene Holzkohle war auf etwa 3600 v. Chr. datierbar. Das sind 100 Jahre vor der Entstehung der ersten Megalithanlagen im nördlichen Mitteleuropa. Bei den Pflugspuren handelt es sich um einen der ältesten Nachweise des vorzeitlichen Pflugackerbaus in Nordeuropa.

Beiderseits des Weges nach Kleinwolstrup liegen rund 25 Grabhügel. Einige der größeren sind im Gelände klar erkennbar. Südlich des Dorfes liegen zwei Hügel in einem Wall.