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Opferplatz Groß-Glienicker See

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Der Platz liegt im Nördlichen Bereich am Ufer des Sees

Kultstätte und Opferplatz; es wurden hier Opfergaben gefunden wie Bronzegefäße, Tonkannen, Tierknochen und Steine die der Zeit 1150 v. Chr. zugeschrieben werden.

Es gibt einen alten Opferplatz am Groß-Glienicker See. Dort wurden um 1.200 v. d. Z. verschiedene Opfer dargebracht. Etwa 40 m vom Ufer entfernt in 4 Metern Tiefe wurden im Jahre 1967 Opfergaben gefunden (Bronzegefäße, Tonkannen, Tierknochen und Steine), die auf ca. 1.150 v. d. Z. datiert wurden. Man nimmt an, daß diese Dinge während einer kultischen Handlung dort versenkt wurden.

Der See entstand wahrscheinlich aus einem eiszeitlichen Strudelloch.

Bevor die Slawen nach Berlin kamen, lebten dort die Germanen. Der römische Schriftsteller Tacitus beschrieb, dass die Germanen eine Göttin ( Frigga) verehrten. Sie war die Göttin der Fruchtbarkeit. Die Göttin fuhr, laut Tacitus, auf  einem von Pferden und Rindern gezogenen Wagen durch das Land. In Berlin wurden bei Ausgrabungen in Brunnen (Spandau) und Seeopferplätzen (Glienicker See) Gefäße mit Resten von Honig, Getreide und Gewürzen gefunden. Der Brunnen oder der See gilt als Zugang zur Götterwelt.

Hel bedeutet in ihrem Namen „Heljan“, hehlen, bergen, das Verhülltwerden und Gefangengehaltenwerden der Toten in dem schaurigen finstern Abgrund der Tiefe. Als Königin der schaurigen Tiefe, als Beherrscherin der Schrecken, als Fürstin der finsteren Unterwelt erscheint Hel als Gebieterin der Straforte für Frevler, welche nach dem Tode die Schuld ihres Lebens zu büßen haben; so wurde die persönlich gedachte Göttin Hel der Germanen zu der räumlich gedachten Hölle des christlichen Mittelalters. Aber zugleich personifiziert sie auch das Nährende; die schützende, Lebenskeime bergende und befruchtende Erde wird als segensreicher, warmer Schoss, als „die hehlende“ bezeichnet. So kommt es, dass die Erdgöttin auch als Hel gedacht wurde. Daher berührt sie sich mit Frigga, welche die Göttin der Ehe, des Hausherdes, der Fruchtbarkeit ist, das Urbild der germanischen Hausfrau, des Götterkönigs schöne und strenge Gemahlin.

Bezeichnend für die Doppelart der Hel ist, dass Hel selbst oder die bei ihr weilenden Jungfrauen halb schwarze und halb weiße Haut- und Gewandfarbe tragen. Das in die Unterwelt verwünschte, zum Aufenthalt in der Grabestiefe für bestimmte Zeit verdammte Mädchen ist schwarz, wenn sie der Tiefe verfallen ist, aber weiß, sofern sie durch ihre menschlichen Eigenschaften zur Erlösung fähig ist.

Vielmehr verehrten sie ihre Götter unter freiem Himmel, auf Waldlichtungen und in heiligen Hainen, heiligen Wassern, stehenden und fließenden Gewässern.

Im Groß-Glienicker-See wurde übrigens in den 80er Jahren ein riesiges „Urtier“ aus dem Wasser gefischt. Das hatte offenbar jahrzehntelang in diesem See gelebt. Es war ein Riesen-Wels, so groß wie man ihn noch nie gesehen hatte. Der wurde dann ins Berliner Aquarium verbracht, zum begaffen lassen.

Der Schalenstein im Glienicker Volkspark

Vom Schloß Klein-Glienicke in Richtung Bastion gehen. Der Stein liegt in der nähe der Teufelsschlucht.

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